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7.-23.10.2009 @ Kunstraum PANIPANAMA

KATA ADAMEK (Sculpture) + MASAKUNI MURAKAMI (Photography)



KATA ADAMEK: "and we all will die" (Skulptur: Holz, Bienenwachs, ca. 140cm)

"Die Skulptur 'and we all will die' thematisiert die Balance zwischen Leere und Fülle, Grenzen und Unendlichkeit der Materialität und Symbole. Biographisch und emotional bewege ich mich in der Nähe asiatischer und japanischer Kultur. Mein Interesse an asiatischen Ästhetiken begleitet meine Arbeit seit vielen Jahren. Dies ist auch Inspiration und Hintergrund für meine Skulptur „and we all will die“, bei der ich mit universellen Symbolen arbeite, die für Dualismen stehen und die einen Gegensatz in sich selbst tragen. 

'Schönheit sollte bescheiden unter der Oberfläche der Dinge liegen, so dass die Betrachter sie durch ihr eigenes Schauen entdecken können'. Dieser Eindruck, einem Zitat zum japanischen Wohnen entnommen, trifft auch auf die minimalistische Form der Skulptur zu. Jedoch nicht das distanzierte Schauen, vor allem die unmittelbare, die physische und taktile Verbindung zwischen Betrachter und Objekt macht das Besondere der Beziehung zwischen ihnen aus“.   

KATA ADAMEK, geboren 1978 in Opole, Polen, lebt und arbeitet in Leipzig und Haczów (Vorkarpaten, Polen). Sie studierte an der Akademie der Schönen Künste (ASP) in Wroclaw (Diplom 2005, Fachbereich Skulptur) und als Gaststudentin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.   

Einzelausstellung 6/2008: „Drawn Yurts of Yerevan“, Armenian Center for Contemporary Experimental Art, Jerewan, Armenien Gruppenausstellung 7/2008: „Reisefieber“, Rondo Sztuki, Katowice, Polen Einzelausstellung 11/2007: „Korean Winter Yurt“ im Hooyong Performing Art Centre, bei Wonju, Südkorea.   

Derzeit erarbeitet sie eine aus mehren Teilen bestehende Phänomenologie zeitgenössischer nomadischer Prozesse in Gesellschaft und Ästhetik.   

Kata Adameks Ausstellung wird gefördert vom Polnischen Institut Berlin - Filiale Leipzig     


MASAKUNI MURAKAMI (Leipzig/Gifu)   Fotografie   

"In Japan haben alle Straßen, bis auf die in Kyôto, keinen Namen. Auch in meiner Heimatstadt Gifu nicht. Die Adressen in Japan bestehen aus dem Namen des Hauses und der Nummer der Straße. Darum interessiert mich die Tatsache sehr, dass in Europa, nicht nur in Deutschland, Straßen ihre eigenen Namen haben. Bitterfeld wurde einst als eine der größten Industriestädte entwickelt. Zugleich hat es Umweltzerstörung verursacht und galt als eine der schmutzigsten Städte Deutschlands. Der größte Teil der Industrie ist heute zerstört und existiert nicht mehr. Doch die Straßen von damals sind noch vorhanden. Die Namen dieser Straßen sind nicht nur mit Industrie verbunden, sondern auch aus meiner japanischen Perspektive interessant und fremd zugleich. Eine Straße ist am Rande eines Industriegebiets und manchmal ist eine andere von der Stadt entfernt. Ich machte ein Bild „der Szene auf der Straße, der Szene der Straße“ um auf die Straßen zu blicken und es gibt mehr als einen flüchtigen Gedanken daran, was diese Straßen erlebt haben mögen, im Laufe ihres Lebens. Die Straßen werden weiterhin sehen, wie die Stadt sich wandelt“.  

 MURAKAMI Masakuni wurde 1978 in Japan geboren und studierte Kunst in Nagoya. Seit 2008 lebt er in Leipzig und arbeitet an der HGB.   (Text: www.ohayo-japan.de)   


EINE AUSSTELLUNG im Rahmen des Ohayo, Japan!-Festivals.


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